„Mir stinkt’s – nicht (mehr)!“: Max-Eyth-Schule Dreieich setzt mit der AOK Hessen ein starkes Zeichen für die Rauch-Prävention

Die AOK Hessen hat in Kooperation mit der Max-Eyth-Schule (MES) in Dreieich eine viertägige Rauch-Präventionswoche durchgeführt. Vom 20. bis zum 23. Oktober 2026 konnten Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulformen an einem interaktiven Informationsstand ihre Lungengesundheit testen. Mithilfe eines speziellen Messgeräts, dem sogenannten „Smokerlyzer“, wurde die Kohlenmonoxid-Belastung (CO) in ihrer Atemluft ermittelt, um die unsichtbaren Folgen des Rauchens direkt sichtbar zu machen.

Das Gas Kohlenstoffmonoxid blockiert den Sauerstofftransport im Blut und verschlechtert so die Versorgung des gesamten Körpers. Gleichzeitig steht der CO-Wert stellvertretend für rund 4.000 weitere Giftstoffe, die beim Inhalieren von Tabakrauch in die Lunge gelangen. Durch die Aktion wurde die persönliche Gesundheitsbelastung für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen direkt messbar und bot einen konkreten Anlass, das eigene Konsumverhalten zu überdenken.

Realitätscheck im Schulalltag

Die Aufklärungskampagne stieß bei den Lernenden auf großes Interesse und regte zu intensiven Diskussionen an. In anonymen Feedbacks spiegelte sich die nachhaltige Wirkung des Atemtests wider: „Ich dachte immer, solange ich beim Sport keine Probleme habe, ist alles im grünen Bereich“, gesteht ein 17-jähriger Schüler. „Als ich dann meinen CO-Wert schwarz auf weiß auf dem Display gesehen habe, war das ein echter Schock. Das hat mir die Augen geöffnet, mein Rauchverhalten ab jetzt radikal zu reduzieren.“

Eine Schülerin der Fachoberschule ergänzt: „Ich rauche eigentlich nur am Wochenende auf Partys und dachte, das zählt kaum. Der Test hat mir aber gezeigt, dass mein Körper das Gift trotzdem speichert. Es war super, dass die Berater der AOK nicht belehrend waren, sondern uns einfach die Fakten gezeigt haben.“

Ein weiterer Jugendlicher resümiert den persönlichen Nutzen der Aktion: „Man weiß als Raucher natürlich, dass es ungesund ist. Aber im Alltag verdrängt man das komplett. Dieser Test war der nötige Realitätscheck, der mich jetzt ernsthaft darüber nachdenken lässt, ganz aufzuhören.“

Prävention als fester Baustein der Schulkultur

Die frühzeitige Aufklärung in Bildungseinrichtungen ist ein entscheidender Hebel für die langfristige Gesundheit. Die AOK Hessen nutzt den Smokerlyzer als effektives Interventionswerkzeug, um über den Atemtest ein objektives Feedback zum Grad der Nikotinabhängigkeit zu geben und die Motivation für einen Rauchstopp zu stärken.

„Wir möchten unsere Lernenden für die gesundheitlichen Schädigungen sensibilisieren, die das Rauchen hervorrufen kann. Wir freuen uns sehr, dass sich so viele Schülerinnen und Schüler darauf eingelassen und das Angebot angenommen haben“, erklärt die Arbeitsgruppe Suchtprävention der Max-Eyth-Schule, welche die Gesundheitstage organisiert hat.

Aufgrund des spürbaren Interesses zieht das Organisationsteam der MES eine durchweg positive Bilanz: „Der Erfolg unserer Veranstaltung ist nicht von der Hand zu weisen. Wir freuen uns darauf, die Präventionswoche der AOK auch im kommenden Jahr wieder bei uns an der Schule begrüßen zu dürfen.“