Im Rahmen eines Erasmus+-Austauschs begrüßte die Max-Eyth-Schule in Dreieich vom 2. bis 7. März 2026 neun IT-Schülerinnen und Schüler sowie drei Lehrkräfte aus drei beruflichen Schulen in Istanbul: der Fatih Sultan Mehmet Ticaret Mesleki ve Teknik Anadolu Lisesi, der TOKİ Kayaşehir Mesleki ve Teknik Anadolu Lisesi und der Şeyh Şamil Mesleki ve Teknik Anadolu Lisesi. Die Gäste verbrachten eine intensive und abwechslungsreiche Woche an unserer Schule. Ziel des Austauschs war es, fachliche Einblicke zu ermöglichen, internationale Kooperationen zu stärken und den interkulturellen Dialog zwischen den Schülerinnen und Schülern zu fördern.
Der Besuch fand bewusst während der ELA-Woche (Eigenverantwortliches Lernen und Arbeiten) des Beruflichen Gymnasiums statt. Da die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 in dieser Woche eigenständig arbeiten, konnten sie als Buddies mit den türkischen Gästen zusammenarbeiten und gemeinsam an fachlichen Projekten mitwirken. Auf deutscher Seite waren insbesondere die Informatik-Klassen des Beruflichen Gymnasiums 11 GPIa und 11 GPIb unter der Leitung von Lukas Träger eingebunden. Darüber hinaus wurden auch die 12. Klassen des Beruflichen Gymnasiums 12 Gym sowie die 12. Klasse der Fachoberschule, Schwerpunkt Informationstechnik 12 FOIT, von Thomas Georg im Rahmen des Austauschs besucht.
Ein zentraler Bestandteil des Programms war der fachliche Austausch im Bereich Informatik. Gemeinsam mit ihren deutschen Buddy-Schülerinnen und -Schülern nahmen die Gäste an Java-Workshops teil, arbeiteten an fachlichen Inhalten und erhielten Einblicke in den Unterricht an der Max-Eyth-Schule. Dabei standen nicht nur technische Themen, sondern auch Teamarbeit, Kommunikation und gegenseitiges Lernen im Mittelpunkt.
Ein besonderer Höhepunkt der Woche war der Besuch bei Microsoft Deutschland in Frankfurt. Dort erhielten die Teilnehmenden spannende Einblicke in aktuelle Themen wie Cybersicherheit und Künstliche Intelligenz. Unter den Referenten war auch Levent Özbilgin, Geschäftsführer von Microsoft Türkei, der sich per Videokonferenz aus Istanbul zuschaltete und den Schülerinnen und Schülern persönliche Einblicke in seinen Werdegang gab. Ermöglicht und innerbetrieblich begleitet wurde der Besuch insbesondere durch Ertan Türk sowie weitere Mitarbeitende von Microsoft, die den Teilnehmenden wertvolle Perspektiven aus der Praxis eröffneten.
Auch der kulturelle Austausch spielte während der Woche eine wichtige Rolle. Die türkischen Gäste stellten ihre Schulen und ihre Heimatstadt Istanbul in englischsprachigen Präsentationen vor und bereicherten das Programm mit mitgebrachten türkischen Spezialitäten. Ein weiterer besonderer Programmpunkt war der Besuch einer InteA-Klasse (Eingliederungsklasse für zugewanderte Jugendliche), der durch Janine Metzger begleitet wurde. Einige der Schülerinnen und Schüler dieser Klasse haben selbst jahrelang in der Türkei gelebt, bevor sie nach Deutschland kamen – die Begegnung mit den türkischen Gästen führte so zu einem besonders persönlichen und berührenden interkulturellen Austausch. Ergänzt wurde das Programm durch gemeinsame Exkursionen nach Frankfurt am Main und Heidelberg. Diese Ausflüge boten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die gemeinsame Woche auch außerhalb des Unterrichts in einer freundschaftlichen und offenen Atmosphäre zu erleben.
Organisiert und begleitet wurde die Erasmus+-Woche auf Seiten der Max-Eyth-Schule insbesondere von Anıl Ünlü, Tuğba Durmaz und İsmail Gençyiğit. Auf Schülerseite übernahmen Azra Aslan und Egehan Karpuz aus der Schülervertretung eine wichtige Rolle bei der Betreuung der Gäste. Darüber hinaus wirkten auch Thomas Georg, Lukas Träger, Janine Metzger sowie weitere Kolleginnen und Kollegen an einzelnen Programmpunkten und der Durchführung der Woche mit. Ein besonderer Dank gilt außerdem der Schulleitung mit Harald Köster und Maria Schindler für die Unterstützung des Austauschs.
Die Erasmus+-Woche hat eindrucksvoll gezeigt, wie gewinnbringend internationale Begegnungen für Schule und Unterricht sein können. Sie schafft nicht nur fachliche Lerngelegenheiten, sondern auch gegenseitiges Verständnis, persönliche Entwicklung und nachhaltige Verbindungen zwischen Schulen, Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern.
