Von der Schulbank in die „Höhle der Löwen“: Max-Eyth-Schüler pitchen an der Goethe-Universität

Startups gründen, Prototypen entwickeln und Investoren überzeugen – was sonst professionellen Gründerinnen und Gründern vorbehalten ist, erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 12FOWf der Fachoberschule der Max-Eyth-Schule nun hautnah. Am 4. März 2026 verwandelte sich die Goethe-Universität Frankfurt für sie in eine Bühne für den „Pitch & Invest Day“.

Ziel des praxisnahen Ideenwettbewerbs war es, das Thema Unternehmensgründung nicht nur theoretisch aus dem Lehrbuch zu behandeln, sondern in einem professionellen Setting erlebbar zu machen. Nach den Prinzipien der modernen „Lean-Startup“-Methode hatten die Jugendlichen in den vergangenen Wochen intensiv an eigenen Geschäftsideen gearbeitet. Die Unterrichtsreihe und den Pitch-Tag konzipierte und leitete Klassenlehrer Anıl Ünlü, der das Thema Unternehmensgründung in ein eigens entwickeltes, praxisnahes Unterrichtsformat übersetzt hat.

Der Höhepunkt war die Präsentation der fertigen Konzepte – ganz im Stil der bekannten TV-Show „Höhle der Löwen“. Am Goethe-Unibator, dem Startup-Inkubator der Goethe-Universität, traten die Teams vor eine echte Expertenjury und stellten sich den kritischen Fragen der Profis. Die Schülerinnen und Schüler kämpften dabei um ein fiktives Investment und verteidigten klickbare Webseiten, Prototypen und Businesspläne. Das direkte Feedback aus der Start-up-Welt bot den Jugendlichen einen unschätzbaren Einblick in die reale Wirtschaft.

Für die überzeugendsten Teams zahlt sich die harte Arbeit sogar doppelt aus, denn der Pitch war gleichzeitig das Ticket für den nächsten großen Schritt: Im Mai werden zehn ausgewählte Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Erasmus+-Austauschs und der deutsch-türkischen Schulpartnerschaft nach Istanbul reisen. Dort bekommen die besten Teams die einmalige Chance, gemeinsam mit den Partnern vom Kabataş Meslek Lisesi an ihren Projekten weiterzuarbeiten und ihre Geschäftsmodelle probeweise an die türkischen Marktbedingungen anzupassen.

Ein derart praxisnahes und länderübergreifendes Lernformat erfordert viel Engagement im Hintergrund: Geplant und umgesetzt wird das Projekt gemeinsam von Anıl Ünlü, Tuğba Durmaz und İsmail Gençyiğit.